Hannes Garber (2.), Boris Mirkovic und Marvin Gartmeier (3.) sowie der Sieger Marek Kosc

Marek Kosc krönt sich zum Masters-Champion der Serie 45

Sechs Montagsturniere, viele enge Partien, noch mehr Diskussionen über verschossene Neuner – und am Ende wartete für die besten 16 der Serie 45 das große Masters mit einem Preisgeldtopf von exakt 1.000 Euro.

Leider begann der Turniertag mit einer schlechten Nachricht: Marijana Baumann musste ihre Teilnahme absagen, nachdem sie sich ausgerechnet am Tag vor dem Masters das Bein gebrochen hatte. Gute Besserung an dieser Stelle! Ganz fernhalten ließ sie sich vom Kugelrund aber trotzdem nicht: Marijana war trotz Verletzung vor Ort und verfolgte das Turnier als Zuschauerin. Für sie rückte Rainer Dosch ins Teilnehmerfeld nach.

Die Favoriten setzen sich in den Gruppen durch

In Gruppe 1 bestätigte Marek Kosc, warum er die Endrangliste der Serie als Nummer 1 abgeschlossen hatte. Gegen Rene Hochwimmer, Qiang Lin und Wolfgang Konderla blieb er ungeschlagen. Ganz gemütlich machte er es sich dabei allerdings nicht: Dreimal gewann Marek lediglich mit 4:3 beziehungsweise 4:2. Ein souveräner Gruppensieg – zumindest dann, wenn man souverän als „am Ende immer irgendwie vorne“ definiert.

Rene Hochwimmer holte sich Platz zwei vor Qiang Lin und Wolfgang Konderla.

In Gruppe 2 zeigte Boris Mirkovic keine Schwäche. Drei Spiele, drei Siege und ein Gesamtscore von 12:3 – deutlicher kann man den Anspruch auf den Masters-Titel kaum anmelden. Robert Windl wurde mit zwei Siegen Gruppenzweiter, gefolgt von Daniel Kübler und Corina Waltl.

Auch Michael Pilz marschierte ohne Niederlage durch Gruppe 3. Er bezwang Erich Auzinger, Frank Schmidt und Oliver Friedrichs und sicherte sich mit drei Siegen den Gruppensieg. Frank Schmidt landete auf Platz zwei, während Erich Auzinger als Gruppendritter noch eine weitere Chance in der Finalrunde erhielt.

In Gruppe 4 lieferte Marvin Gartmeier die nächste Machtdemonstration ab. Drei Siege, ebenfalls 12:3 Spiele und damit Platz eins vor Hannes Garber. Peter Bruckner wurde Dritter, während Nachrücker Rainer Dosch zwar keinen Sieg verbuchen konnte, sich aber im letzten Gruppenspiel gegen Marvin immerhin zwei Games holte.

In der Finalrunde wurde es ernst

Für die Gruppensieger gab es zunächst ein Freilos. Die übrigen Qualifizierten mussten bereits im Achtelfinale an den Tisch.

Dabei setzte sich Erich Auzinger knapp mit 4:3 gegen Robert Windl durch. Daniel Kübler gewann 4:2 gegen Frank Schmidt, Hannes Garber besiegte Qiang Lin ebenfalls mit 4:2 und Rene Hochwimmer setzte sich mit demselben Ergebnis gegen Peter Bruckner durch.

Im Viertelfinale stiegen dann die Gruppensieger ins Geschehen ein.

Marek Kosc bezwang Erich Auzinger mit 5:3, Marvin Gartmeier ließ Daniel Kübler beim 5:1 kaum Luft zum Atmen und Hannes Garber gewann gegen Michael Pilz mit 5:3. Boris Mirkovic setzte sich ebenfalls mit 5:3 gegen Rene Hochwimmer durch.

Damit standen exakt jene vier Spieler im Halbfinale, die an diesem Tag bis dahin den stärksten Eindruck hinterlassen hatten.

Zwei starke Halbfinalspiele

Im ersten Halbfinale traf Marek Kosc auf Marvin Gartmeier. Marvin hatte seine Gruppe dominiert und im Viertelfinale deutlich gewonnen, doch Marek bewies einmal mehr, dass man ihn an diesem Tag erst einmal bezwingen musste. Mit 5:3 zog die Nummer 1 der Serie ins Finale ein.

Das zweite Halbfinale zwischen Hannes Garber und Boris Mirkovic entwickelte sich zum Krimi. Boris hatte bis dahin im gesamten Turnier kaum etwas zugelassen, doch Hannes hielt dagegen und setzte sich schließlich hauchdünn mit 5:4 durch.

Damit stand Hannes, der die Endrangliste auf Platz sechs abgeschlossen hatte, plötzlich im großen Finale.

Marek bleibt auch im Finale die Nummer 1

Im Endspiel traf der Seriensieger Marek Kosc auf Überraschungsfinalist Hannes Garber.

Hannes hatte auf dem Weg ins Finale bereits Qiang Lin, Michael Pilz und Boris Mirkovic ausgeschaltet und wollte nun auch den letzten Favoriten aus dem Weg räumen. Doch Marek behielt die Kontrolle und entschied das Finale mit 5:3 für sich.

Damit krönte sich Marek Kosc völlig verdient zum Masters-Champion der Serie 45. Er hatte bereits die Gesamtwertung nach sechs Turnieren angeführt und bestätigte diese Leistung nun auch beim großen Saisonabschluss.

Oder anders gesagt: Erst sammelt er während der gesamten Serie die meisten Punkte – und dann nimmt er am Ende auch noch den größten Teil des Preisgeldes mit. Manchen reicht es offenbar nicht, nur einmal zu gewinnen.

Das Endergebnis

1. Marek Kosc – 250 Euro
2. Hannes Garber – 150 Euro
3. Marvin Gartmeier und Boris Mirkovic – je 100 Euro

Die Plätze fünf erhielten jeweils 50 Euro, die Neuntplatzierten jeweils 30 Euro und auch die vier ausgeschiedenen Gruppenspieler durften sich noch über jeweils 20 Euro freuen. Somit wurden die gesamten 1.000 Euro vollständig unter allen 16 Teilnehmern ausgeschüttet.

Herzliche Gratulation an Marek zum Masters-Sieg, an Hannes zu seinem starken Lauf bis ins Finale und natürlich an alle Teilnehmer der Serie 45.

Und noch einmal: Gute und schnelle Besserung, Marijana! Beim nächsten Masters bitte wieder mit Queue statt Krücken.